Auf der Grenze zwischen Fotografie und Illustration

In einer Welt, in der täglich Milliarden von Bildern produziert werden, stellt sich die Frage: Was macht eine Aufnahme wirklich wertvoll? Für mich geht das über den richtigen Moment des Auslösens hinaus, einem intuitiven Akt, der an Bedeutung gewinnt, wenn er in einen tiefgreifenden gestalterischen Prozess eingebunden ist. Um das zu verdeutlichen, ist meine diesbezügliche Website mehr als ein Portfolio; sie ist ein Manifest für das Fotodesign, eine Disziplin, die die Brücke zwischen klassischer Kunst und moderner Werbekommunikation schlägt.

Meine Philosophie: Ohne bewusste Vorbereitung und Nachbearbeitung gibt es keine künstlerische Fotografie

Das ist zugegebenermaßen eine provokante These: Warum sollte ein unbehandeltes Foto keine fertige Fotografie sein? Aus Sicht eines Fotografen mag die Frage unverständlich sein. Für mich als Fotodesigner jedoch, ist der Prozess des Fotografierens im künstlerischen Sinne generell manipulativ; und zwar angefangen bei der Wahl des Ortes, des Anlasses, der Kamera, des Objektivs, des Mediums auf das fotografiert wird, die Wahl des Ausschnitts, der gezielt Dinge betont oder ausblendet, bis hin zur komplexen digitalen Nachbearbeitung mit dem Ziel, das Ergebnis für einen ganz bestimmten Zweck, Medium, Zielgruppe oder Stil zu optimieren.

Diese Sichtweise ist tief in meiner Biografie verwurzelt. Als Sohn von Künstlern aufgewachsen, ist mir die Freude am experimentellen Gestalten in die Wiege gelegt worden. Mein Studium des Grafikdesigns im analogen Zeitalter, und die anschließende jahrzehntelange Erfahrung als digital arbeitender Illustrator, der 3D-Visualisierungen und Composings erstellt, prägen meinen Blick auf das Medium Fotografie. Wenn ich eine Kamera in die Hand nehme, habe ich bereits das fertige Design vor Augen: Ist ein Schwarzweiß-Film eingelegt, sehe ich keine Farben, sondern in Filmkorn eingebettete Kontraste. Fotografiere ich das Ausgangsmaterial für eine Illustration, mach ich das stets im Hinblick auf die anvisierte Komposition, deren Einzelteile sowie den Aufwand, den die Nachbearbeitung später in Anspruch nehmen wird – nehmen muss, um das geforderte Ziel zu erreichen.

Für wen könnte die Welt von Fotodesigner Matthias Töpfer interessant sein?

Die Inhalte meiner Website richten sich an ein Publikum, das zu folgenden Gruppen gehört:

  1. Unternehmen und Marketer: Wer nach einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil sucht, findet hier Inspiration. Ich zeige, wie man durch künstlerische Ästhetik emotionale und authentische Markenbilder schafft, die sich vom Einheitsbrei abheben.
  2. Kreative und Fotografie-Begeisterte: Ob es um die Simulation analoger Lithografien durch digitale Hochkontrast-Fotografie geht, oder das, was ich mittels Bewegungsunschärfe zu meiner Auffassung von fotografischem Impressionismus werden lasse – Technikbegeisterte finden hier in Praxis erfahrendes Fachwissen.
  3. Liebhaber visueller Geschichten: Meine Website bietet Einblicke in die Zeitgeschichte, etwa durch Streetfotografie aus dem London der 80er Jahre oder Impressionen aus der DDR kurz nach dem Fall der Mauer.

Ein Spektrum von analog bis digital

Ich spiele auf der Klaviatur zweier Welten. In meinem Archiv finden sich Berichte über den Einsatz legendärer Kameras wie der Rollei 35 S oder der Zeiss Ikon Contessa 35. Mein Workflow in der analogen Fotografie: Ich reproduziere Negative oder Dias mit Digitalkamera und Makroobjektiv, um sie in elektronisch bearbeitbare Digitalbilder zu übertragen. Erst durch viele weitere Arbeitsschritte entsteht ein Ergebnis, das meinen Ansprüchen für Ausstellungen oder Kundenprojekte genügt.

Wie man eindrucksvoll Bewegungen einfängt, zeige ich sowohl analog als auch digital, wobei letzteres auch werblich sehr gut einsetzbar wäre. Meine Arbeiten zum Thema „Motorräder bewegen“ nutzen gezielt lange Belichtungszeiten (länger als 1/50 Sekunde), um die Dynamik und Emotion eines Fahrsicherheitstrainings plakativ und künstlerisch darzustellen. Während moderne Technik jede Bewegung „einfrieren“ will, wähle ich bewusst den entgegengesetzten Weg der Motion-Blur-Fotografie, um dem oft langweiligen Realismus zu entfliehen.

Mehr als nur Standbilder

Das Portfolio erstreckt sich über vielfältige Kategorien:

  • Marketing & Dokumentation: Von Messen wie „Advanced Track Testing“ bis zur Begleitung von Filmsets.
  • Portrait: Mit Available-Light-Aufnahmen Schauspielern nahe kommen: Ich verstehe mich darauf, den Charakter und die Stimmung von Personen einzufangen.
  • Stadt & Landschaft: Meine Foto-Reisen führen mich durch Deutschland, beispielsweise nach Rothenburg ob der Tauber, aber auch nach Süd-England bis in die Straßen von London, wo es mir gern und oft gelungen ist, entscheidende Momente zu fixieren.

Eine Einladung Entdeckungen zu machen

Lassen Sie sich anregen, die Grenzen der Fotografie neu zu definieren. Meine Website ist ein lebendiges Archiv, das zeigt, dass Fotodesign weit mehr ist als nur Retusche – es ist strategische Bildkommunikation.

Egal, ob Sie fachlichen Rat suchen, Inspiration für Ihr eigenes Marketing benötigen oder einfach nur in privaten Bildnissen schwelgen möchten: Tauchen Sie ein in die verschiedenen Rubriken von „Analog“ bis „Autobiografisches“. Sie werden feststellen, dass hinter jedem Bild eine durchdachte Idee, handwerkliches Geschick und eine lebenslange Leidenschaft für das visuelle Gestalten steht.

Symbiosen aus Kunst und Technik kann jede und jeder für sich entdecken, praktizieren, vertiefen und lieben lernen

Wenn Sie Fragen haben oder an einer Zusammenarbeit interessiert sind, bietet sich der direkte Kontakt per Telefon oder E-Mail an – meine Einladung steht. Nutzen Sie den persönlichen Charakter meines digitalen Ateliers für ihre Projekte.